Medizin

Im Bereich Medizin steht die frühzeitige Erkennung alterspezifischer Krankheitsbilder im Vordergrund. Menschen sollen so lang als möglich selbstständig bleiben und ihre Mobilität bis ins hohe Alter erhalten. Wer rastet, der rostet - das gilt sowohl für den Körper, als auch für den Geist. AltersStark sorgt mit altersspezifischen Programmen dafür, dass man dem Alter aktiv begegnet. Intensive Forschungen - etwa auf dem Gebiet der Osteoporose-Bekämpfung - unterstützen diese Aspekte.

Der Verein AltersStark bietet Hilfestellung und Beratung  zu folgenden Schwerpunktthemen:

  • Altersspezifische Krankheitsbilder
  • Alterungsprozess
  • Biopsychosoziale Versorgung
  • Medizinisches Netzwerk und fachliche Ansprechpartner
  • Forschung (Altersspezifische Krankheiten

 

Hier finden Sie Wissenswertes aus dem Bereich Medizin: 

"Ambulante Rehabilitation" - eine neue Versorgungsform nach Krankheitsfällen - anhand eines Beispiels: Wie man dadurch in ein neues Leben eintauchen kann.

Die "ambulante Rehabilitation" steckt in Österreich noch in den Kinderschuhen. Im Gegensatz dazu hat die stationäre Rehabilitation in den entsprechenden Einrichtungen schon lange Tradition. Doch - was ist eigentlich "Rehabilitation"?
Die Rehabilitation hat die Aufgabe, Menschen mit einer Behinderung oder besonderen Bedürfnissen die Wiedereingliederung ins Berufsleben oder die Teilhabe am sozialen Leben bestmöglich zu realisieren.

Ein typisches Beispiel einer Rehabilitation: Herzinfarkt
Hermann S., 48 Jahre, Raucher, übergewichtig und Vertreter mit einer 60-Stunden-Woche, erleidet einen akuten Herzinfarkt. Ein dramatisches Ereignis - der Notarzt bringt ihn in ein Akut-Spital. Hermann bekommt einen Bypass und alle notwendigen Medikamente für sein Herz. Nach nur 5 Tagen wird er im Rahmen eines "Anschlussheilverfahrens" in eine stationäre Rehabilitationseinrichtung gebracht. Hier lernt Hermann, wie man sich richtig ernährt, wie man dem Nikotin den Kampf ansagt und wie man die richtige Bewegungstherapie durchführt. Hermann nimmt sich viel vor: Er will aufhören zu rauchen, 10 Kilogramm abnehmen und in Zukunft auch weniger arbeiten.
Nach 4 Wochen - endlich wieder zu Hause - fällt Hermann jedoch wieder in den alten Trott. Kaum Bewegung, das Schnitzel und der Schweinsbraten schmecken doch besser als das Vollkornlaibchen und in der Firma gibt es Krankenstände ohne Ende - Hermann muss also wieder "Gas geben". Die Folge: Der Zigarettenkonsum steigt und die Zahl der Kilos ebenso. Aber: Die Medikamente wirken ja und es tut ihm daher auch nichts weh - bis zum nächsten Infarktereignis...

Ambulante Therapie vermeidet "Rückfälle" am effektivsten
Und gerade hier setzt die ambulante Rehabilitation an: Hermann braucht Begleitung und Unterstützung auf dem Weg zu "seinem" gesunden Verhalten - zwei bis drei Mal in der Woche hat er einen "neuen" Termin - die ambulante Rehabilitation. Ärzte, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler mit entsprechender Ausbildung begleiten Hermann auf seinem Weg zum gesunden, neuen, ganz persönlichen Lebensstil!
Die Methoden sind vielfältig: Von der richtigen Ernährung über Stressabbau bis zum regelmäßigen individuellen Reha-Training reichen die Möglichkeiten, gesünder zu leben. Wichtig: Auch die Angehörigen sollen in diesen Prozess mit eingebunden sein! Hermann lernt seine individuelle "Trainings-Herzfrequenz" kennen, weiß, wie man den Ärger über den Chef besser verarbeitet, reduziert das Rauchen langsam auf Null und gewinnt Spaß und Freude an der "neuen" Lebensweise! Seine Fortschritte werden in regelmäßigen Untersuchungen durch den Kardiologen überwacht und die Medikamente ständig angepasst - und vielleicht braucht Hermann in absehbarer Zeit überhaupt keine Medikamente mehr!

Auf dem Weg zu einem ganz neuen Lebensgefühl
Die Häufigkeit eines neuerlichen Herzinfarktes kann damit deutlich reduziert werden - und Hermann gewinnt durch die ambulante Rehabilitation ein gänzlich neues (ihm bislang gar nicht bekanntes) Lebensgefühl. Um 10 Kilogramm weniger, mit 2 bis 3 Zigaretten pro Tag ein Genussraucher und durch seine 3 Trainingseinheiten in der Woche hat Hermann sein Leben wieder voll im Griff. Stress lässt Hermann erst gar nicht mehr so leicht aufkommen - er hat es nach einem Jahr also zu einem "neuen Menschen" geschafft! Das Rehabilitationsteam wünscht ihm dann nur noch "Alles Gute" für den weiteren - "etwas veränderten" - Lebensweg!

Ein Musterbeispiel, das für viele Krankheitsfälle gilt...
Diesen "Hermann" gibt es auch bei der Zuckererkrankung, bei Wirbelsäulenbeschwerden, nach orthopädischen Operationen (wie Hüft- und Knieprothese), nach Unfällen mit Knochenbrüchen, nach psychischen Zusammenbrüchen und bei chronischen Schmerzpatienten sowie bei der Tumornachsorge. Rehabilitation braucht Zeit und Ziele! Die Rehabilitationskette schließt sich erst mit der so genannten ambulanten, wohnortnahen Rehabilitation!

Das Rehabilitationsteam im DAVID Institut Krems steht gerne für Beratung zur Verfügung:
Tel.: 02732-70101, www.david-krems.at, www.facharztforum.at