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Hier finden Sie aktuelle Informationen über Tätigkeiten, Angebote und Veranstaltungen des Vereins AltersStark.

Bessere Herzfunktion, mehr Muskelkraft: Das Projekt "AltersStark" verhilft Senioren zu mehr Beweglichkeit und Lebensfreude.
Von Christina Maria Hack

Vom Seniorenheim ins Fitnesscenter? Senioren im Raum Krems haben seit kurzem die Möglichkeit, ein speziell auf sie zugeschnittenes Bewegungstraining zu absolvieren.

"Zu jenen, die nicht mehr so mobil sind, kommen die Therapeuten und Trainer auch ins Altersheim", erklärt Dr. Andreas Stippler, Orthopäde und Initiator des Projektes AltersStark, das er seit kurzem gemeinsam mit dem DAVID Institut anbietet. Entstanden ist das Projekt, "weil ich in meiner Praxis immer wieder sehe, dass die meisten Patienten erst dann zum Arzt kommen, wenn sie starke Schmerzen haben und die Beweglichkeit schon stark eingeschränkt ist. Ausserdem arbeite ich einfach gerne mit älteren Leuten".

Im Rahmen von AltersStark werden die Projektteilnehmer zunächst medizinisch und sportwissenschaftlich "durchgecheckt", nach den Tests wird ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm erstellt. "Für jeden wird genau die richtige Mischung an Bewegung zusammengestellt", erklärt Stippler. Trainiert wird zwei mal wöchentlich in Kleingruppen zu je fünf Personen, auch "Gehirn-Jogging" gehört zum Programm.

"Vor allem geht es darum, den Teilnehmern Freude an der Bewegung zu vermitteln." Nach insgesamt 30 Trainingseinheiten gibt es einen neuerlichen Check. "Bei den meisten kommt es zu einer Verbesserung der Herzfunktion, auch die Muskelkraft nimmt zu", berichtet Stippler. Viele der Heimbewohner wurden mobiler, sie trauen sich wieder mehr zu.

Wir gehen viel zu wenig
Doch nicht nur auf körperlicher, auch auf psychischer Ebene zeigt das Training Wirkung. "Es macht sichtlich Spaß und bringt ein neues Lebensgefühl", berichtet Stippler. Nach Abschluss des Projektes sollte mit Hilfe eines Heimprogrammes weiter geübt werden, "es geht darum, Bewegung im Alltag gezielt umzusetzen", empfiehlt Orthopäde Stippler.

Idealerweise sollten Bewegungstrainings für ältere Menschen aber nicht erst im Alter von 70 oder 80 Jahren ansetzen, sondern schon beim Übergang vom aktiven Erwerbsleben in den Ruhetstand. "Genau dann, wenn man über den neuen Lebensabschnitt nachdenkt, sollte Bewegung einen fixen Stellenwert bekommen. "

Darüber hinaus empfiehlt Stippler, den Stütz- und Bewegungsapparat, vor allem aber Gelenke, regelmäßig untersuchen zu lassen. "Genauso wie es Vorsorgeuntersuchungen für Herz oder Prostata gibt, genauso müsste es regelmäßige Gelenksuntersuchungen geben."

Im Alltag würde es schon genügen, öfter auf das Auto oder den Lift zu verzichten. "Durchschnittlich gehen wir 1500 Schritte pro Tag, das ist viel  zu wenig, es müssten mindestens 4000 bis 5000 sein", sagt Orthopäde Stippler.

Informationen zum Projekt AltersStark erhalten Sie unter 02732-7010117