Medizin

Im Bereich Medizin steht die frühzeitige Erkennung alterspezifischer Krankheitsbilder im Vordergrund. Menschen sollen so lang als möglich selbstständig bleiben und ihre Mobilität bis ins hohe Alter erhalten. Wer rastet, der rostet - das gilt sowohl für den Körper, als auch für den Geist. AltersStark sorgt mit altersspezifischen Programmen dafür, dass man dem Alter aktiv begegnet. Intensive Forschungen - etwa auf dem Gebiet der Osteoporose-Bekämpfung - unterstützen diese Aspekte.

Der Verein AltersStark bietet Hilfestellung und Beratung  zu folgenden Schwerpunktthemen:

  • Altersspezifische Krankheitsbilder
  • Alterungsprozess
  • Biopsychosoziale Versorgung
  • Medizinisches Netzwerk und fachliche Ansprechpartner
  • Forschung (Altersspezifische Krankheiten

 

Hier finden Sie Wissenswertes aus dem Bereich Medizin: 

Arthrose lässt sich immer besser vorbeugen, diagnostizieren und behandeln.

Mit 35, 40 Jahren geht es bereits los: Die Gelenke nützen sich ab und Arthrose entsteht. Zum Beispiel an der Hüfte, am Knie am fuß, an der Schulte oder auch an den kleinen Gelenken der Wirbelsäule. Mit zu wenig Bewegung und einem falschen Lebensstil kann es aber auch schon früher starten. „Die zwischen 20- und 30-jährigen haben schon jetzt massive Probleme. Das hat in den letzten Jahren zugenommen“, warnt Dr. Andreas Stippler, Fachgruppenvorsitzender Orthopädie und orthopädische Chirurgie.

Mit 40 beim Orthopäden einen Check machen lassen

Das Problem: „Viele haben am Anfang keine Beschwerden“, so Stippler. Und so merkt man zu Beginn nichts. Der Orthopäde aber kann sie durch eine Untersuchung, eventuell auch mit Röntgen, Magnetresonanz und einer Funktionsuntersuchung entdecken. Umso früher er dies tut, umso besser, lautet dabei das Motto. Denn: „Man kann den Prozess stoppen oder verlangsamen“, meint Stippler. Die Chancen dazu sind aber weitaus besser, wenn man frühzeitig mit einer Behandlung beginnt.
Apropos: „Die Therapieformen sind sehr vielfältig.“ Sie reichen von sogenannten Chondroprotektiva (Knorpelschutzmittel) über Schmerztherapie oder Muskelaufbautraining bis hin zum Knorpelersatz. Kunstgelenke sind mittlerweile übrigens schon sehr gut entwickelt und halten 15 bis 20 Jahre. Aber auch Einlagen, Bandagen, ein geeignetes Schuhwerk und die Vermeidung von Überlastung sind wichtig.
Damit es gar nicht so weit komm, kann man einer Arthrose aber auch vorbeugen. Zum Beispiel durch ausgewogene Ernährung. Übrigens: „Zucker und viele Kohlenhydrate sind nicht günstig für Knorpel.“

Ausreichend Bewegung, aber nicht zu viel Sport

Ebenfalls wichtig in der Vorbeugung ist ausreichende Bewegung. Grund dafür: Der Knorpel steht nicht in Verbindung mit den Blutgefäßen. Er braucht aber dennoch Nährstoffe, um gesund zu bleiben. Diese wiederum erhält er durch benachbarte Knochen – vor allem im Zuge von Bewegungsabläufen. Doch Vorsicht: Zu viel Bewegung ist auch nicht gesund. Vor allem Drehbewegungen unter Druck, wie sie bei Stop & go-Sportarten (wie Squash, Tennis, Volleyball, Fußball, Basketball) auftreten, belasten das Gelenk.
In diesem Zusammenhang wurde übrigens vor zwei Jahren eine neue Diagnose entdeckt: Hüft-Impingement. Dabei stößt der Hüftkopf mit dem Hals an der Pfanne an. Eine Folge von übermäßigem Sport, die oft bei jungen Fußballern auftritt. Ermöglicht wurde die Diagnose durch eine neue Untersuchungsmethode (Magnetresonanz in Kombination mit einem Kontrastmittel). Durch Abfräsen des Hüftkopfes kann man das Problem entschärfen und eine spätere Operation verhindern.