Medizin

Im Bereich Medizin steht die frühzeitige Erkennung alterspezifischer Krankheitsbilder im Vordergrund. Menschen sollen so lang als möglich selbstständig bleiben und ihre Mobilität bis ins hohe Alter erhalten. Wer rastet, der rostet - das gilt sowohl für den Körper, als auch für den Geist. AltersStark sorgt mit altersspezifischen Programmen dafür, dass man dem Alter aktiv begegnet. Intensive Forschungen - etwa auf dem Gebiet der Osteoporose-Bekämpfung - unterstützen diese Aspekte.

Der Verein AltersStark bietet Hilfestellung und Beratung  zu folgenden Schwerpunktthemen:

  • Altersspezifische Krankheitsbilder
  • Alterungsprozess
  • Biopsychosoziale Versorgung
  • Medizinisches Netzwerk und fachliche Ansprechpartner
  • Forschung (Altersspezifische Krankheiten

 

Hier finden Sie Wissenswertes aus dem Bereich Medizin: 

Künstliche Gelenke im Bereich der Hüfte sind heutzutage technisch hoch ausgereift und sichern den Menschen bleibende Mobilität und somit viel Lebensqualität.

Das Fachgebiet der Orthopädie hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch entwickelt. Die Versorgung mit einem künstlichen Gelenk im Bereich der Hüfte und Kniegelenke ist schon nahezu zu einem Routineeingriff geworden. Immer bessere Materialien und verfeinerte Operationstechniken ermöglichen die Versorgung mit einem Kunstgelenk auch für ältere Menschen. Damit trägt das Fachgebiet auch sehr wesentlich bei, die Menschen mobil zu halten. Mobilität im Alter ist entscheidend für die Lebensqualität, zum Beispiel: Kann ich noch selbst gehen, mich selbst an- und ausziehen, in den Garten spazieren, kleine Einkäufe noch selbst erledigen und auf die Toilette gehen...? Auch gesellschaftlich ist Mobilität eine wichtige Angelegenheit: Denn fehlende Bewegung führt zu Vereinsamung, Depression und Rückzug.

Gleich nach der Operation wird der Patient "mobilisiert"
Ein Kunstgelenk ist ein "High-tech-System" im Stütz- und Bewegungsapparat. Einen besonderen Stellenwert hat - neben einer optimalen Operation - die postoperative Rehabilitation, sprich: Die Zeit nach der OP ist wichtig für die Rehabilitation.

In den letzten Jahren hat sich im Fachgebiet der Orthopädie die "Frühmobilisierung" nach der Versorgung mit einem Kunstgelenk durchgesetzt: Schon an den ersten Tagen nach der Operation wird versucht, über Bewegungsschienen und isometrische Übungen die Muskulatur und die Weichteile rund um das Kniegelenk aufzubauen. Einfache Übungen im Bett können dabei schon sehr wirkungsvoll sein - beispielsweise Bewegung des Sprunggelenkes zur Aktivierung der Venenpumpe, das bewusste Anspannenund Entspannen der gelenksnahen Muskelgruppen zur Verminderung von Blutergüssen - dis alles hilft unterstützend bei der schnellen Abheilung. Auch Bewegungen mit den Oberarmen und anderen Extremitäten haben positiven Einfluss auf die Heilung der Operationswunde.

Die Rehabilitation beginnt schon vor der Operation
Die Rehabilitation sollte eigentlich schon vor der Operation beginnen. Beispiel: Das Erlernen des richtigen Krückengehens, das richtige Verhalten nach der Operation, der Aufbau der Schultergürtelmuskulatur sowie das Stiegensteigen mit Krücken, das richtige Sitzen und LIegen - all das kann schon vor der Operation geübt werden. Ebenso ist eine positive Einstellung ("Angstabbau") vor der Operation Inhalt eines präoperativen Rehabilitationskonzeptes. In 3 bis 5 Einheiten sind diese Inhalte leicht vermittelbar.

Die ersten Schritte ohen Krücken und Gehilfen
Im Anschluss an das Krankenhaus stehen in Österreich den Patienten hoch qualifizierte Rehabilitationskliniken zur optimalen Nachbetreuung zur Verfügung. Während eines stationären Aufenthaltes - mit der durchschnittlichen Dauer von 4 Wochen - werden die ersten Schritte ohne Krücken oder Gehilfen ermöglicht, der Muskelaufbau und die Gangsicherheit verbessert sowie das "Vertrauen" in das Kunstgelenk gefestigt. Die Therapiepalette reicht von der Heilgymnastik bis zur Packung, von der Unterwassertherapie bis zum Ergometertraining, vom Gleichgewichts- und Koordinationstraining bis zur Heilmassage und Elektrotherapie. Ebenso wichtig erscheint die "Vertrauensbildung" in sein Kunstgelenk und die Beratung über Sportmöglichkeiten und Verhalten im Alltag - etwa beim Toilettengang, Stiegensteigen, Autofahren, Wandern, Radfahren oder Schwimmen.

Perfekt abgestimmte Übungen als Schlüssel zum Heilerfolg
Nach dem stationären Aufenthalt ist die ambulante Weiterbetreuung der Patienten für den Langzeiterfolg und die Haltbarkeit der Prothese entscheidend. Die Optimierung des Muskelaufbaus, die Stabilisierung der Lenden-, Becken-, und Hüftregion sowie das Gangbild und die Versorgung mit dem richtigen Schuhwerk sowie die Gangstabilität mit Sturzprophylaxe mit "Osteoporose-Screening" sind wichtige Inhalte im Anschluss an die stationäre Rehabilitation. Besonders eine beginnende Osteoporose sollte frühzeitig erkannt und behandelt werden, um die Lockerung der Prothese verhindern zu können.
Wichtig für den Langzeiterfolg und die Haltbarkeit des Kunstgelenkes sind die Gewichtsstabilisierung und ein moderates Herz-Kreislauftraining mit dem Ergometerrad, um die Leistungsfähigkeit des Organismus zu erhöhen. Die jährliche Kontrolle beim Facharzt für Orthopädie sollte für Patienten mit einem Kunstgelenk obligatorisch sein. Ein entsprechendes Heimübungsprogramm muss mit jedem Patienten individuell erarbeitet und überwacht werden.
Das DAVID in Krems hat sich auf die ambulante orthopädische Rehabilitation nach Hüft- und Kniegelenksoperationen spezialisiert. Unter fachärztlicher orthopädischer Leitung durch Dr. Thomas Kalmar werden Patienten mit einem Kunstgelenk medizinisch untersucht und ein individuelles Rehabilitationsprogramm zusammengestellt.

DAVID Krems: Viele Ärzte ziehen an einem Strang
Ein Team aus Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern sowie Ernährungsberatern begleiten Patienten mit Kunstgelenk auf dem Weg zur Gesundheit. Spezielle Diagnostiksysteme - wie Fußdruckmessung, videounterstützte Ganganalyse, Kraftmessung und Gleichgewichtsanalyse - lassen ein ganz individuelles Programm entstehen. Unter physiotherapeutischer Anleitung wird ein Heimübungsprogramm zusammengestellt und die Übungen auf die Richtigkeit und exakte Ausführung überwacht. Nach 3 bis 6 Monaten erfolgt ein Nachuntersuchungstermin mit Erfolgskontrolle des Rehabilitationsprogrammes.

Nähere Informationen erhalten Sie unter 02732/79394